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Pooled
analysis of two case-control studies on the use of cellular and cordless
telephones and the risk of benign brain tumours diagnosed during 1997-2003.
Hardell L, Carlberg M, Hansson Mild K.
Department of Oncology, University Hospital, SE-701 85 Orebro, Sweden.
lennart.hardell@orebroll.se
The use of cellular and cordless telephones and the risk of brain tumours is of
concern since the brain is a high exposure area. We present the results of a
pooled analysis of two case-control studies on benign brain tumours diagnosed
during 1997-2003 including answers from 1,254 (88%) cases and 2,162 (89%)
controls aged 20-80 years. For acoustic neuroma, the use of analogue cellular
phones gave an odds ratio (OR) of 2.9 and a 95% confidence interval (CI) of
2.0-4.3; for digital cellular phones, OR=1.5; 95% CI=1.1-2.1; and for cordless
telephones, OR=1.5, 95% CI=1.04-2.0. The highest OR was found for analogue
phones with a latency period of >15 years; OR=3.8, 95% CI=1.4-10. Regarding
meningioma, the results were as follows: for analogue phones, OR=1.3, 95%
CI=0.99-1.7; for digital phones, OR=1.1, 95% CI=0.9-1.3; and for cordless
phones, OR=1.1, 95% CI=0.9-1.4. In the multivariate analysis, a significantly increased risk of
acoustic neuroma was found with the use of analogue phones.
Int J Oncol. 2006 Feb;28(2):509-18.
Alarmierende Analyse über
Akustikusneurinome
(von Eileen O'Connor, publiziert am 24.1.06)
Washington, D.C.: In seiner Februar-Ausgabe 2006 veröffentlicht das
Internationale Journal für Onkologie eine neue Analyse von Dr. Lennart Hardell
und Kollegen, die eine statistisch bedeutsame Zunahme des Risikos aufzeigt,
infolge von Mobiltelefonnutzung an gutartigen Gehirntumoren zu erkranken
(besonders Akustikusneurinome). Die Analyse basiert auf der zusammenfassenden
Auswertung zweier Fall-Kontrollstudien, die zwischen 1997 und 2003 in Schweden
diagnostizierte gutartige Gehirntumore in Zusammenhang mit dem Gebrauch von
Mobil- und Schnurlostelefonen bringen.
Die neue Analyse ist besonders wichtig, weil Akustikusneurinome als
"Signaltumore" für andere Typen bösartiger und gutartiger
Gehirnerkrankungen gelten. Diese Tumore treten auf in Gebieten, die während des
Telefonierens die höchste Funkfrequenzbestrahlung aufweisen. Von größter
Bedeutung ist die Erkenntnis, dass vor allem Personen, die vor dem 21.
Lebensjahr der Strahlung ausgesetzt waren, das größte Risiko tragen, an solchen
Tumoren zu erkranken. Somit ist das die erste veröffentlichte Studie, die
direkt darauf hinweist, dass Teenager, die Mobilfunktelefone verwenden, ein
höheres Risiko tragen, einen Tumor zu bekommen.
Weitere wichtige Punkte in dieser Analyse sind:
Die Analyse umfasst die bisher umfangreichste Untersuchung gutartiger Tumore
und sie schließt auch Tumore ein, die bereits im Jahre 2003 diagnostiziert
wurden.
Die Analyse zeigt auch eine dosisabhängige Wirkung (Dosis-Wirkung-Beziehung),
wobei eine größere Anzahl von am Telefon verbrachten Stunden zu einem immer
größeren Tumorerkrankungs-Risiko führt. Das ist besonders bedeutsam, weil die
Ungenauigkeit in der Messung der tatsächlichen Strahlenbelastung eine
Verschleierung der Risiken nach sich zieht. Somit ist die Zunahme des Risikos,
welches in der Analyse angegeben ist, wahrscheinlich als zu gering angegeben.
Es ist anzunehmen, dass das tatsächliche (wirkliche/reale) Risiko höher sein
wird.
Ein wesentlich größeres Risiko, an einem Tumor zu erkranken hat man, wenn ein
Mobiltelefon länger als 15 Jahre genutzt worden ist. Dabei handelt es sich um
ein Ergebnis, das auch in anderen Studien auftaucht, die zeigen,
dass sich das Risiko nach 6- bzw. 10-jähriger Nutzung dramatisch erhöht.
Newsletter von Volker Hartenstein
Quelle: Don Maisch, Australien