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Bei Hochfrequenz (HF-)-Messungen wird in der Praxis von einer höheren Messunsicherheit ausgegangen. Deshalb sollte man ein Messgerät benutzen, dass die verschiedensten Faktoren, wie Temperaturabhängigkeit, Reproduzierbarkeit, Modulationsabhängigkeit usw.berücksichtigt. Für aussagekräftige Meßergebnisse ist ein Spektrumanalysator notwendig. Seit Juni 2005 sind für frequenzselektive Messungen die preisgünstigen Spectran HF-Meßgeräte (Aaronia) erhältlich. Für unsere Belange haben wir das Gerät HF - 6080 Rev.2 mit HyperLOG EMV Messantenne/Peilantenne 6080 gewählt. Mit der PROFI Spektrumanalyser-Software für SPECTRAN HF-Messgeräte und einem PC (Laptop um mobil zu sein) kann eine umfangreiche Analyse durchgeführt werden. Auf der Homepage der Herstellerfirma finden sich Gutachten in denen es heißt: Vom 21.4. bis 28.4.2006 wurde in den Prüflaboratorien der CETECOM ICT Services GmbH, einer Tochtergesellschaft der RWTÜV AG, ein sehr ausführlicher Prüfbericht zum SPECTRAN HF-2025E erstellt. Hierbei wurden, neben einer Vielzahl von Messung unter kontrolierten Laborbedinungen, auch diverse Messungen unter Praxis-Bedingungen durchgeführt. Insbesondere wurde die Messgenauigkeit des HF-2025E in Bezug auf DECT, WLan, UMTS und GSM (Mobilfunk) ausführlich untersucht.Die BEWERTUNG der CETECOM (Zitat): "...genaue Ergebnisse bei der Messungen der gemittelten Signalstärke von gepulsten und ungepulsten Signalen, wie sie in diversen EMF-Messrichtlinien gefordert sind. Er (HF-2025E) ist daher zur EMVU-Messung bei allen getesteten Signalarten einsetzbar." Zusammenfassung der Messergebnisse (Zitat): "In den durchgeführten Testfällen wurden keine Abweichungen von den technischen Spezifikationen (des Herstellers) festgestellt." GUTACHTEN Die UMTS - Messung bereitet Probleme wie in der Schweiz festgestellt wurde. Siehe dazu folgenden Beitrag:UMTS kann offiziell nicht gemessen werden. Die Expositionswerte hängen von einer Reihe von physikalischen Phänomenen ab (z.B. Reflexion, Beugung, Mehrwegeausbreitung und Diffusion), die dazu führen, dass die Felder von Basisstationen sowohl räumlich als auch zeitlich starke Schwankungen aufweisen. Selbst auf kleinstem Raum (ca. 1 m³) kann die Leistungsflußdichte, die vom BCCH Kanal einer benachbarten GSM Basisstation gemessen wird, um bis zu zwei Zehnerpotenzen variieren. Auch zeitlich lassen sich Schwankungen in derselben Größenordnung feststellen. Bei Immissionsmessungen muss immer mit einer gerätebedingten Messunsicherheit von typisch ±3 dB gerechnet werden . Gründe dafür sind u.a. unvermeidbare Restfehler bei der Kalibrierung von Messantennen, die entsprechende Messtoleranz des Spektrumanalysators und die Unsicherheiten der Kabelkalibrierung. Zur Kompensation sollten alle Messwerte für elektrische Feldstärke basierende Peaks (V/m) um diesen Unsicherheitsfaktor erhöht werden, d.h. zur Sicherheit um den Faktor 1,4 vergrößert werden. Für Leistungsflussdichte basierende Peaks (µW/m²)werden alle Werte zur Sicherheit um den Faktor 1,96 vergrößert. Im Ort Engelhartstetten befinden sich z.Z. vier Basisstationen: Siehe Senderkataster Senderkataster von Österreich.
Die Hauptbelastung durch den Mobilfunk in meinem Haus und Garten in Engelhartstetten geht von den GSM 900 Basisstationen der Betreiber Mobilkom Austria und T-Mobile Austria aus. Meine frequenzselektiven Messungen haben z.B. am 27.Dezember 2006 um 8h30 in meiner Küche einen Gesamtwert von 1180µW/m² ergeben. Siehe auch die nebenstehende Abbildung. Für die Ermittlung der Gesamtfeldstärke müssen alle Signale zusammengezählt werden.In der Praxis genügt es, dafür alleine die stärkeren Signale heranzuziehen, da die schwachen nicht viel zur Gesamtfeldstärke beitragen. Bei frequenzselektiven Messungen ist es jedoch auch möglich, den permanent mit maximaler Leistung sendenden Sender 1 (BCCH-Träger) einzeln zu messen und zur Ermittlung der maximal möglichen Gesamtfeldstärke der Anlage diesen Wert durch quadratische Addition mit der Anzahl n der Sendekanäle zu multiplizieren. Diese Gesamtfeldstärke würde erreicht werden, wenn die Station auf allen Kanälen gleichzeitig mit voller Sendeleistung sendet. Die ist allerdings sehr unwahrscheinlich, im Mittel sind die zusätzlichen Sendekanäle nur zu etwa 30% ausgelastet. Der Anteil des Mobilfunk macht in meiner Wohnung mehr als 99% der gesamten HF-Immission aus!Das elektromagnetische Spektrum für Funkdienste in Österreich kann im Frequenzplan in Österreich nachgelesen werden. ÖKO-TEST 2/2004 hat unter dem Titel ‘Hier geht der Funk ab’ die Testergebnisse bei 14 aktuellen DECT - Schnurlostelefonen veröffentlicht. ÖKO-TEST über das Ergebnis:“ Das Testergebnis ist ernüchternd: Acht DECT – Telefone sind „mangelhaft“, die restlichen sechs: „ungenügend“. Alle Geräte senden permanent eine erhebliche Dosis gepulster elektromagnetischer Strahlung ab. Das liegt an dem zugrunde liegenden DECT – Standard.“ In einem Meter Entfernung wurde eine Leistungsflussdichte von 7600 – 18200 µW/m² gemessen! Typische Meßwerte bei WLAN sind an einem Arbeitsplatz neben dem Access-Point 2500µW/m², bei einem Notebook mit WLAN Steckkarte in Kopfhöhe (35cm Abstand) 4000µW/m². Siehe auch Gutachten der Universität Bremen und WLAN-Anwendungen für “Hot Spots”. In meiner Wohnung in Engelhartstetten konnte ich ebenfalls ein aktives WLAN 2,4GHz mit meinem Spektrumanalysator nachweisen. Ich konnte es als sicherheitsaktiviertes Netzwerk WAVENET_LAS - 1 - 04 identifizieren. Seit einigen Wochen ist in Eisenstadt (Burgenland) der erste WiMAX - Sender (Worldwide Interoperability for Microwave Access) Österreichs in Betrieb, ab September 2005 erfolgt die Markteinführung. Im Vergleich zu anderen Standards wie WLAN oder UMTS ist die Reichweite von WiMAX wesentlich größer: "In Laborversuchen haben wir bereits Reichweiten von bis zu 70 Kilometern erreicht. Telecom-Feldmessungen im Burgenland haben Distanzen von bis zu 30 Kilometern ergeben", erkläre WiMAX-Geschäftsführer Peter Ziegelwanger. Die Geschwindigkeiten werden im Privatkundenbereich bis zu vier MBit/s und im Geschäftskundenbereich bis zu 20 MBit/s betragen. "Mit WiMAX werden aus den WLAN-basierten Hotspots riesige Hot-Zones, in deren Umkreis User drahtlos ins Internet einsteigen können", sagte Nokia-Manager Tero Ojanpera. WiMAX zielt im Gegensatz zum LAN orientierten WiFi-Standard auf den Carriermarkt und soll sich zum Standard bei drahtlosen stationären Breitband-Internet- Zugängen entwickeln. Die vorgesehenen Frequenzbereiche liegen zwischen 2 und 66 GHz, Reichweiten von bis zu 50 Kilometern und Durchsatzraten bis zu 70 Mbit/s sollen zukünftig möglich sein, mit OFDM wird eine sehr robuste und leistungsfähige Funktechnologie mit hohen Reichweiten und guter Abdeckung eingesetzt. OFDM benutzt parallel mehrere Trägerfrequenzen. Anstatt einen einzelnen, breitbandigen Träger zu modulieren, werden mehrere schmalbandige Träger gleichzeitig moduliert. Die Träger sind phasen- und amplitudenmoduliert und können daher mehrere Bits pro Symbol übertragen. Dadurch ist die Symboldauer im Vergleich zu Einträgerverfahren viel länger. Daraus resultieren Vorteile besonders bei der Resistenz gegen Störungen durch Reflexionen. Diese können an allen Oberflächen auftreten, im Extremfall reichen schon unterschiedlich warme Luftschichten, um Störungen bei Funkverbindungen zu erzeugen. Je nach Position des Empfängers können die Reflexionen bei OFDM-Funksystemen sogar zu einer Verbesserung des Signals beziehungsweise zu einer besseren Ausleuchtung führen. |
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Lagerhaussilo als sharing Standort. Sender befinden sich auf dem Silo der Gemeinde Engelhartstetten und dem Lagerhaussilo. In Engelhartstetten selbst befinden sich 4 Basisstationen, in der gesamten Großgemeinde 9 Basisstationen. ![]() Spektrum - Analyse mit der PC-Analysesoftware von Aaronia. Hier wurde der Frequenzbereich von GSM - 900 in Engelhartstetten gemessen. Die Verursacher sind Sender von Mobilkom Austria (945 MHz) und T-Mobile Austria (953 MHz).
Spektrumanalyse mit der PC-Analysesoftware von Aaronia kann eine umfangreiche Analyse durchgeführt werden. Hier das Ergebnis GSM 1800 Sender in meiner Wohnung in Engelhartstetten. (1) der Betreiber T-Mobile Austria (1820,8 MHz) und (2) der Betreiber One (1864,0 MHz)
Handy aus 3m Entfernung; Mobilkom Austria uplink - Signal; GSM 900.
Frequenzselektive Messungen in meinem Haus.
Eine der ersten 3,5GHz Antennen geeignet für das neue WIMAX System auf dem Markt. In meiner Wiener Wohnung in Kagran kommt die Hauptbelastung von GSM 1800, wenig von GSM 900, UMTS, DECT und vom Flughafenradar. Am 13.Juni 2005 um 19h30 betrug Sgesamt = 367 µW/m² im Schlafzimmer, dem am stärksten belasteten Raum!
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