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Leistungsflussdichtemessung in Engelhartstetten

Eine Leistungsflussdichtemessung in Engelhartstetten hat als Folge der vier vorhandenen Basisstationen Werte bis 2000µW/m² ergeben.

ORF-Radiointerview mit Univ.-Doz. Dr. Ferdinand Ruzicka

Ö1476 – Donauradio, 10.Februar 2004 um 20 h

ORF: Stellen Sie sich selbst vor.

Ruzicka: Ich bin medizinischer Physiker im Ruhestand und engagiere mich als Mobilfunkkritiker um vor den Gesundheitsrisiken zu warnen.

ORF: Die Wirkungen der Mobilfunkstrahlung und zu welchen Gesundheitsschäden/Risiken sie führt?

Ruzicka: Bei der Mobilfunkstrahlung handelt es sich um Mikrowellen im Dezimeterbereich. Nach von Klitzing und Maes erkranken einige Menschen bei Langzeitexposition durch Mikrowellen schon ab Leistungsflussdichten unter 10 µW/m²: Es beginnt im allgemeinen mit Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Bluthochdruck, führt dann mit individueller Charakteristik zu Herzrhythmusstörungen, Ohrensausen, allergischen Reaktionen, bis hin zu einem veränderten Blutbild. Dieses Krankheitsbild kann nach Navarro als Mikrowellensyndrom bezeichnet werden. Mikrowellen verursachen Hirnstrom-Veränderungen, die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke und das Absterben von Nervenzellen, eine Verringerung der Lymphozytenzahl, eine mangelnde Ausreifung roter Blutkörperchen, eine Erhöhung der Anzahl von Spermien mit verringerter Beweglichkeit und eine Verminderung von Melatonin, das u.a. für die Krebsabwehr wichtig ist.

ORF: Gemäß der Berechnungen von Ärzten dürfte eine Strahlungsintensität von 1mW/m² Leistungsflussdichte gesundheitlich unbedenklich sein. Erklären Sie bitte, was das bedeutet?

Ruzicka: Die Leistungsflussdichte ist die im Strahlungsfeld pro Zeit und pro Fläche transportierte Energie. 1 mW/m² sind gleich 1000µW/m². In der Studie von Navarro, in der die Ergebnisse der Studien von Santini bestätigt wurden, konnte entgegen der Behauptung es gäbe keine Gesundheitsschäden bei 1000µW/m², ein dosisabhängiger Zusammenhang zu den Symptomen des Mikrowellensyndroms gezeigt werden. Es wurden zwei Gruppen von Teilnehmern gebildet eine mit einer Exposition von durchschnittlich 1000µW/m² und eine Gruppe von 100µW/m². Die am stärksten mit der Mikrowellenstrahlung korrelierten Symptome waren Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit.

ORF: Gibt es eine Alternative/ Alternativen (ein sozial – medizinisch – umweltvertraglichen Mobilfunk) ?

Ruzicka: Die Grenzwerte der WHO betragen in Abhängigkeit von der Frequenz bis zu 10 000 000 µW/m². Die Alternative wäre eine drastische Senkung dieser Leistungsflussdichte. Der Umweltmediziner Dr. Oberfeld von der Landessanitätsdirektion Salzburg hat als Vorsorgegrenzwert eine Leistungsflussdichte gesamt im Innenbereich von 1µW/m² vorgeschlagen. Eine optimale Funktion der Handies ist nach Maes noch bei einer Leistungsflussdichte von 0,001 µW/m² gewährleistet.

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GSM900-Basisstation auf dem Silo von Engelhartstetten.

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Zwei GSM-Basisstationen auf dem Lagerhaus-Silo in Engelhartstetten.

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Infrarot-Foto vor dem Gebrauch eines Handy

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Infrarot-Foto während eines Telefonates mit einem Handy - Quelle: 
b.) „neue Solidarität“, Dr. Böttger Verlag, Wiesbaden

Infrarot-Foto während eines Telefonates mit einem Handy - Quelle: b.) „neue Solidarität“, Dr. Böttger Verlag, Wiesbaden