![]() GSM-Basisstation auf dem Silo der Gemeinde Engelhartstetten. Studie bestätigt: Mobilfunk erhöht das Krebsrisiko! Der Sprecher der Nailaer Ärztegruppe Dr. med. Horst Eger berichtete in einem Vortrag unter Einbindung von technischen Grundlagen und aktueller anderer Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen einer Mobilfunkbasisstion in Naila (8500 Einwohner). Wissenschaftlich unterstützt wurde diese epidemiologische Studie von Prof. Frentzel-Beyme aus Bremen. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal war die Einteilung der ausgewählten Personen in einen Bereich innerhalb von 400 Meter um die Basisstation und einem Bereich außerhalb (ca. 400 bis 1000 m). Dr.Eger stellte fest: "Im Anschluss an die Aufforderung des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, an alle Ärzte aktiv an der Abschätzung des Risikos durch Mobilfunkstrahlung mitzuarbeiten, war das Ziel dieser Untersuchung zu prüfen, ob die Anwohner von Mobilfunkbasisstationen einem erhöhten Risiko für Neuerkrankungen an bösartigen Tumoren ausgesetzt sind. Datengrundlage waren PC-gespeicherte und mit den Krankenkassen abgerechnete Patientenunterlagen der Jahre 1994 bis 2004. In die ohne Fremdmittel erstellte Studie wurden Angaben von 967 Patienten unter Wahrung des Datenschutzes aufgenommen. Die Fortführung in Form eines Register ist geplant. Als Ergebnis zeigte sich, dass der Anteil von neu aufgetretenen Krebsfällen bei den Patienten, die während der letzten zehn Jahre in einem Abstand bis zu 400 Meter um die seit 1993 betriebene Mobilfunkbasisstation gewohnt hatten, gegenüber weiter entfernt lebenden Patienten signifikant höher war und die Patienten waren in durchschnittlich 8,5 Jahre jüngerem Alter erkrankt. Für die Jahre 1999 bis 2004 - also nach fünf Jahren Betriebszeit des Senders - hatte sich das relative Risiko an Krebs neu zu erkranken, für die näher an der Sendestation lebende Bevölkerung im Vergleich zu der Gruppe im Nailaer Außenbereich verdreifacht. Das relative Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken war mit 3,4 auffällig erhöht, das Durchschnittsalter der Brustkrebspatientinnen lag innen mit 50,8 gegenüber 69,9 Jahren außen fast 20 Jahre niedriger. Das mittlere Erkrankungsalter des Mammakarzinoms liegt in Deutschland bei 63 Jahren; die Inzidenz stieg von 80 pro 100000 im Jahre 1970 auf 112 pro 100000 Personen im Jahre 2000. Die Autoren stellen für die Zukunft die Frage, ob Brustkrebs nicht als „Marker-Karzinom“ für eine erhöhte Belastung durch elektromagnetische Wellen dienen könnte. Tynes et al. haben 1996 über ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei norwegischen Radio- und Telefonoperatorinnen berichtet. Das Konzept dieser Pilotstudie ist einfach und kann jederzeit an all den Orten wiederholt werden, die jahrelang relativ isoliert von einer Sendeanlage bestrahlt werden.Eger,H. et al. veröffentlichten Nov. 2004 ihre Studie: „Einfluss der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz“ |
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Basisstation in Engelhartstetten (Foto: F.Ruzicka)
Nach Mastektomie und postoperativer Nachbestrahlung wegen Brustkrebs
Chromosomenaberration (Untersuchung und Foto: F.Ruzicka)
Leukämiezellen (Untersuchung und Foto: F.Ruzicka) |
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