Viele Forscher der letzten Jahrzehnte fanden im Blut von
Krebspatienten, oder in Solidtumoren pleomorphe Partikel. Enderlein hat
zu Anfang des 20.Jahrhunderts begonnen den Pleomorphismus dieser
„Dunkelfeldkörperchen“ zu beschreiben und formulierte 1925 die
Bakterien-Cyclogenie. Die Benutzung moderner molekularbiologischer
Methoden bestätigte viele der Erkenntnisse Enderlein's. (siehe "Erstes Internationales Symposium über
Mikrobieller Pleomorphismus in Gesundheit und Krankheit" 18.-19.Juni 1999)
Brehmer hat 1928 ein Bakterium im Blut gefunden, das er 1934 als Siphonospora polymorpha n.sp. beschrieb und mit Krebs in Zusammenhang brachte. 1960 wurde dieses Bakterium als Corynebacterium parvum identifiziert.
Rife und Kendall haben 1932 im Tumorgewebe (zuerst im Brustkrebsgewebe) mit dem Universalmikroskop von Rife ein für Karzinome typisches spezifisches pleomorphes ultrafiltrierbares Bakterium gefunden das Bacillus X oder BX, bei Sarkomen ein anderes Bacillus das BY. In einem Brief (Juni 1935) von Dr.M.Johnston an Rife wird BX als die filtrierbare Form eines Cryptomyces pleomorphia genannten Pilzes bezeichnet, der bananenförmige Stäbchen ausbildet.
O.C. Gruner konnte 1935 diese Ergebnisse bestätigen.
1948 bestätigten V. Livingston-Wheeler und E. Alexander-Jackson ebenfalls das Vorhandensein eines pleomorphen Krebs – Bakteriums.
1950 bestätigt diese Befunde J.Hillman.
Gerlach hat in allen untersuchten bösartigen Geschwülsten einen pleomorphen Mikroorganismus nachgewiesen, in Übereinstimmung mit unseren Befunden, beschrieb er kleine granuläre Formen und größere Sphäroide die an einer Stelle auskeimten. Er hat diese Mikroorganismen ursprünglich als Mikromyceten(1948) bezeichnet und in späteren Arbeiten (1975) zu den Mycoplasmen gezählt.
1953 publiziert Dr.I.C. Diller über die Isolierung eines Pilzes aus Krebsgeschwülsten (Studies of Fungoid Form Found in Malignancy)
1959 machte C. Fonti einen Selbstversuch mit einer
Kultur des pleomorphen Krebs- Bakteriums. Es entwickelte sich ein Tumor der
chirurgisch entfernt werden musste.
Bakterielle Infekte sind ein Hauptproblem bei Krebspatienten
und aus dem peripheren Blut wurden sowohl Gram-positive als auch Gram-negative
Bakterien isoliert, wie Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Pseudomonas
aeruginosa, Acinetobacteriaceae, Enterobacteriaceae und andere.
Auch Mykoplasmen wurden aus dem peripheren Blut von
Krebspatienten isoliert, M. pulmonis, M. fermentans, M. hominis,M. salivarium
und andere.
Zu berücksichtigen sind auch haemotrophe Bakterien der
Familien Bartonellaceae und Anaplasmataceae. Die Bakterien der Familie
Anaplasmataceae sind alle untereinander morphologisch ähnlich und morphologisch
Mykoplasmen und L-Phase-Bakterien, Bakterien ohne Zellwand, ähnlich.
Unsere Experimente haben wir erstmalig 1983 unter F.
Ruzicka: „Mykoplasmen - Kommensalen oder Kofaktor bei der Onkogenese?“
publiziert. Wir fanden bei Tumorpatienten regelmäßig kultivierbare Partikel
nach Mazeration und Ultrafiltration von peripherem Blut oder homogenisiertem,
mazeriertem Tumorgewebe. Ihre Größe betrug im Mittel 0,25µm. Sie wurden
zunächst in einem stark alkalischen Medium aerob kultiviert, aber anschließend
auch in Mykoplasmen - Nährmedien mit Serumzusatz und neutralem pH- Wert.
Der Name „Basoplasma
sanguineum“ wurde von uns als Arbeitsbezeichnung gewählt und sollte
einerseits auf das Ausgangsmaterial Blut hinweisen , andererseits aber auf
zellwandfreie Partikel die wir neben Partikeln mit Zellwand im
Transmissionselektronenmikroskop beobachteten. Bei den zellwandfreien Partikeln
könnte ein Zellwandverlust vorliegen, der von
verschiedensten Bakterienarten bekannt ist, sogenannten L-Phase
Bakterien, morphologisch Mykoplasmen ähnlich. Letzteres wurde durch die Kolonieformen auf Mykoplasmen-Agar
unterstützt, nämlich rauhe Kolonien und Spiegeleiformen. Die
Arbeitsbezeichung „Basoplasma sanguineum“ sollte außerdem ihre Zugehörigkeit zu den
fakultativ Alkaliphilen dokumentieren. Die von uns untersuchten „Basoplasmen“
wurden mittels Mazeration und Ultrafiltration von Krebspatienten mit
unterschiedlicher Diagnose gewonnen und wuchsen in einem Isolationsmedium mit
stark alkalischem pH-Wert von >10.
Åkerman,1993 und der finnische Biochemiker Kajander,
1994 haben aus dem Blut Bakterien mit Zellwand gewonnen, gezüchtet und auch
elektronenmikroskopisch charakterisiert, die von ihnen „Nanobacterium sanguineum“ genannt wurden. Diese kleinsten Bakterien
können innerhalb und außerhalb von Säugetierzellen wachsen, sind 0,2 bis 0,3µm
groß, hitzestabil und halten 1 Stunde 90°C aus. Sie produzieren biogenes
Apatit. Es sind wahrscheinlich, wie man aufgrund ihrer genetischen Struktur
weiß Proteobakterien. Einige der von Kajander
beschriebenen Eigenschaften, wie etwa die langsame Vermehrung der Nanobakterien stimmen mit unseren
Beobachtungen an „Basoplasmen“ überein, über die wir schon 1983 publiziert
hatten.
Es gibt alkaliphile Bakterien die pH-Werte um 13 überleben
und bei pH-Werten um 10 vermehrungsfähig sind, wie die Natronobakterien, z.B. Natronobakterium
magadii, ein Bakterium das aus dem Magadi Sodasee (Afrika) isoliert wurde.
Die Proteine ihrer Zellwand müssen diese hohen pH-Werte überstehen.
Andererseits können sich alkaliphile Bakterien auch im physiologischen
pH-Bereich vermehren. Die meisten Alkaliphilen wurden aus Bodenproben mit
neutralem oder saurem pH-Wert isoliert. Unter den Alkaliphilen gibt es
Bakterien wie Agrobacterium tumefaciens
die sich bei einem pH-Wert von 12 vermehren und Pflanzentumoren hervorrufen
können. Ähnliches könnte auch bei „Basoplasma
sanguineum“ vorliegen und unsere Resultate im Tierversuch erklären. A. tumefaciens ist in der Lage genetisches Material in das Genom von Pflanzen-
und Tierzellen einzuschleusen.
Von uns wurde 1983 eine elektronenmikroskopische
Charakterisierung der „Basoplasmen“ vorgenommen. Morphologisch sind die von Kajander et al. 1994
(Abb.1B,C,D) und 1998 (Abb.4A) publizierten „Nanobakterien“ ähnlich den von
uns schon 1983 beschriebenen „Basoplasmen“ (siehe Abb.10a dieser
Homepage).
Nach unserer
Isolationsmethode aus dem Blut fanden wir auch Nanokolonien der
„Basoplasmen“. Solche Nanokolonien wuchsen wahrscheinlich in Erythrozyten, denn
im Lichtmikroskop konnten vergleichbare Strukturen in roten Blutkörperchen
beobachtet werden. Möglich wäre es, dass es in einer solchen Nanokolonie zur
Bildung von Apatitkristallen kommt, da wir Kristalle die an Hydroxylapatit
erinnern in solchen Nanokolonien gefunden haben. Ähnliche Kristalle treten als
Strukturen im Zahnstein auf (Ruzicka,1981,1984).
Die von uns durchgeführte Mazeration und die Filtration mit
0,4 µm bzw. mit 0,1 µm Nucleopore-Filtern erfasste jenen Größenbereich der auch
für die Nanobakterien charakteristisch ist.
Die Ergebnisse der Kulturansätze zeigten, dass bei
Krebspatienten mit unterschiedlichem Befund mit unserer Isolationsmethode
vermehrungsfähige Mikroorganismen signifikant häufiger (90% positiv,6%
unsicher, 4% negativ) als bei Patienten mit anderen Erkrankungen (25% positiv,
75% negativ) und bei klinisch gesunden Patienten (20% positiv, 80% negativ)
vorhanden waren, die wir lichtmikroskopisch im Dunkelfeld, mit Giemsa-Färbung,
mit FITC- konjugierten Antikörpern und elektronenmikroskopisch nachweisen
konnten. Die Kontrollen mit Medium allein waren immer negativ.
Die Herstellung eines FITC-konjugierten Antikörpers zeigte, dass ein zellfrei vermehrbarer
Mikroorganismus vorhanden war, sonst wäre nicht ausreichend Material für eine
Immunisierung der Kaninchen vorhanden gewesen. Der positive Nachweis einer Immunfluoreszenz
im gefriergeschnittenen Tumorgewebe bewies, dass dort diese Mikroorganismen
vorhanden waren.
Letztlich haben wir nicht nur Kontrollen mit Material von
Gesunden und Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen durchgeführt, sondern
jeweils auch insbesondere bei allen Kulturansätzen und beim Tierversuch
Leerkontrollen gemacht, die immer negativ waren.
Es war möglich mit einem FITC- Antikörper die Partikel im
Tumorgewebe nachzuweisen. Daher sollte es auch möglich sein, einen ELISA –
Nachweis zu entwickeln und damit eine weitere Möglichkeit zur Früherkennung von
Krebs an der Hand zu haben.
In einem Tierversuch erkrankten 28% der Versuchstiere nach
einer einmaligen subkutanen Injektion mit 0,1 ml einer Suspension von „Basoplasma sanguineum“ an Geschwülsten. Bei 39% lag eine starke
Vermehrung der neutrophilen Granulozyten vor, dabei fand sich eine
Linksverschiebung und eine Leukozytose, ebenso eine Splenomegalie mit
zahlreichen Megakaryozyten. Blutbildveränderung und entzündliche Prozesse fanden
sich bei insgesamt 67% der Versuchstiere. Bei den Leer-Kontrollen traten bei
17% der Tiere Tumoren auf , keine entzündlichen Prozesse und keine
Blutbildveränderungen. Da der genetische Unterschied nach Mural (Science
Bd.296, S. 1661) zwischen Maus und Mensch sehr gering ist, die beiden Arten
entsprechen sich genetisch zu etwa 98,5 % ist die Maus ein ausgezeichnetes
Modell für menschliche Krankheiten.
Wie unsere Experimente zeigten, stellen diese Bakterien
einen Kofaktor bei der Krebsentstehung dar. Die Vermutung ist, dass die sich
zunächst in Erythrozyten langsam vermehrenden „Basoplasmen“ ein
tumorinduzierendes Plasmid (Ti) besitzen. Erythrozyten haben keinen Zellkern,
daher kommt es zu keiner Transformation. Ist eine genügend große Zahl dieser
Bakterien vorhanden und wird ein Gewebe durch z.B. ionisierende Strahlung oder
chemische Substanzen geschädigt und dadurch zur Proliferation gezwungen, kann
es dort zur Bildung einer Krebszelle kommen. Dabei wird der Einbau von
spezifischen Genen (T-DNA) in das Genom der infizierten Körperzelle von dem
tumorinduzierenden Plasmid gesteuert und die Transformation einer gesunden in
eine Krebszelle erfolgt. Als
Übertragungsweg dieser Bakterien auf den Menschen könnten Zecken fungieren.
Bisherige Krebstheorien können die Krebsentstehung nicht
zwingend erklären. Es werden in allen Fällen weitere noch unbekannte Faktoren
vermutet. Im folgenden eine ganz kurze kritische Beleuchtung dieses
Sachverhaltes. Durch ionisierende Strahlen oder Chemikalien wird das Erbgut so beeinflusst
(Mutationstheorie), dass Transkription und Translation verändert werden; die
Chromosomentheorie die Chromosomenaberrationen als Ursache der Zellentartung
annimmt. Die Krebsentstehung durch ionisierende Strahlung wird z.B. durch die
Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki unterstützt. Zahlreiche chemische
Substanzen sind bekannt die zu einem höheren Krebsrisiko führen. Keine dieser
Noxen führt aber zwingend zu Krebs, es wird daher eine „individuelle
Disposition“ angenommen. Wir sind der Auffassung, dass erst das Vorhandensein
von tumorinduzierenden Basoplasmen zu Krebs führt. Da das Vorhandensein dieser
Bakterien aber bei den bisherigen Untersuchungen nicht berücksichtigt wurde,
erklärt dies möglicherweise die geforderte „individuelle Disposition“ .
Die Mehrzahl von Befunden der Krebsentstehung durch
Tumorviren bzw. Onkogenen stammt aus Tierexperimenten. Bis auf wenige Ausnahmen
ist das beim Menschen noch nicht belegt. Aber auch hier gibt es keine zwingende
Kausalität, sodass ebenfalls tumorinduzierende Basoplasmen die entscheidende
Rolle spielen könnten.
Die Krebsentstehung durch eine fehlende Kontaktinhibition
von Zellen, die Chalontheorie , die Proteindeletionstheorie, die
Überregungstheorie, die Hormontheorie und die Vererbungstheorie können ebenso
wenig als zwingende kausale Krebstheorien angesehen werden.
Die von uns isolierten Mikroben befinden sich zuerst im Blut
und nutzen die Erythrozyten als Substrat. Äußere Einflüsse wie z.B.
elektromagnetische Felder die zu einer Vergrößerung der Durchlässigkeit der
Kapillargefäßwände führen ermöglichen es den Mikroben den Blutkreislauf zu
verlassen und auch Gewebszellen zu infizieren. Unsere Untersuchungen von
gesunden Zellen im Vergleich zu Tumorzellen mit Immunfluoreszenz und einem
spezifischen Antikörper gegen die von uns isolierten und in Mykoplasmen
Nährmedien gezüchteten Mikroben haben gezeigt, dass nur in Krebszellen
eine Vielzahl solcher Mikroben vorhanden ist nicht in gesunden Zellen. Das
spricht für eine Infektion gesunder Zellen mit solchen Mikroben. Da die
Wirtsgewebezelle offenbar nicht in der Lage ist diese Eindringlinge abzubauen
bleibt ihr nur entweder der Zelltod mit einer Freisetzung der Mikroben und der
Infektion weiterer Gewebszellen oder die Zellteilung mit einer Halbierung der
Mikrobenzahl und damit der Beginn einer Zellwucherung. Gibt es mehrere
Hypothesen die alle verfügbaren Informationen gleich gut erklären, sollte man
immer die einfachere wählen (Okhams Rasiermesser). Letztere Hypothese erklärt
unserer Meinung nach die verfügbaren Informationen zum Thema Krebsentstehung am
Einfachsten.
Unserer Auffassung nach handelt es sich bei Krebs um eine
Reaktion auf eine Infektion mit Mikroben, eine Schutzimpfung könnte Krebs
verhindern.